Karlsruhe als lebenswerte Stadt

Die Menschen leben gerne in Karlsruhe. Das ist auf die hohe Lebensqualität in unserer Stadt zurückzuführen. Sie ist gekennzeichnet durch viel Natur, exzellente Kultur, Sport- und Freizeitangebote, gute Infrastruktur sowie ein breites Einkaufs- und gastronomisches Angebot. Ich möchte mich weiter dafür engagieren, dass Karlsruhe eine lebenswerte Stadt bleibt.

Dazu gehört auch, mich den neuen Herausforderungen, in erster Linie Klimaschutz und mehr Nachhaltigkeit in allen Bereichen, zu stellen und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft Lösungen zu erarbeiten.

Kulturelle Vielfalt

Karlsruhe verfügt über ein breit gefächertes kulturelles Angebot. Mit dem ZKM und dem Badischen Staatstheater als großen überregionalen Kultureinrichtungen, mit der großen Vielfalt an freien Kulturträgern sowie den Theatern, Museen und Festivals spielen wir in der ersten Liga der Kulturstädte mit.

Ich möchte den sozial gerechten Zugang zu allen Kultureinrichtungen verbessern. Dies gilt insbesondere für den Ausbau der Kinder- und Jugendkultur. Benachteiligte Kinder und Jugendliche werde ich dazu verstärkt in den Blick nehmen. Dazu muss die Kulturförderung weiterhin einen hohen Stellenwert behalten.

Die kleinen und mittleren Einrichtungen im Bereich der Soziokultur brauchen eine transparente, verlässliche und gerechte Finanzierung. Dem Mangel an Räumen muss abgeholfen werden, indem verstärkt Möglichkeiten für kulturelle Nutzungen geprüft und genehmigt werden.

Die Sanierung und Erweiterung des Staatstheaters ist notwendig, um die künstlerische Qualität zu sichern, den Beschäftigten gute und sichere Arbeitsbedingungen zu verschaffen und Barrierefreiheit herzustellen.

Ich setze mich dafür ein, dass Karlsruhe sich weiter kritisch mit Geschichte auseinandersetzt. Dabei ist die kritische Kommentierung von Straßennamen und Denkmälern ein wichtiger Baustein. Außerdem soll ein Ort geschaffen werden, der explizit dem Frieden gewidmet ist.

Sport und Bewegung

Aktiv Sport ausüben zu können, hat einen hohen Stellenwert für die Gesundheit und Lebensfreude der Bürger*innen. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass vielfältige Sport- und Bewegungsangebote im Freien sowie in Hallen ausgeübt werden können. Dabei möchte ich für eine gute Förderung mit Balance zwischen Breiten- und Spitzensport sorgen.

Viele Sportarten sind von einer guten Halleninfrastruktur abhängig. Deshalb sind die Sanierung der Europahalle sowie der Neubau weiterer Sporthallen notwendig. Ebenso ist die kontinuierliche Modernisierung unserer Bäder in den kommenden Jahren vorgesehen. Ich möchte zudem die energetische Sanierung von Sportstätten voranbringen. Dazu sollen die Sportförderrichtlinien nach ökologischen Kriterien weiterentwickelt werden. Ich werde Sportangebote an Ganztagsschulen gezielt fördern. Sportvereine, die attraktive Angebote für benachteiligte Kinder machen, sollen dafür gewonnen werden.

Bürger*innenbeteiligung und Transparenz

Zur Lebensqualität in der Stadt gehört auch, dass die Menschen sich aktiv in die Stadtentwicklung einbringen können. In den letzten Jahren wurden bereits neue Formen der Bürger*innenbeteiligung entwickelt. Dafür ist Transparenz politischen Handelns eine Voraussetzung, genauso wie ein intensiver Dialog mit allen Bürger*innen. Die Stadtverwaltung hat so die Chance, komplexe Sachverhalte anhand konkreter Projekte zu erläutern. Die Bürger*innen bringen ihre Sichtweise ein. Ich werde die Beteiligung weiter ausbauen und dabei Formate erproben, die über den gesetzlichen Standard hinausgehen.

Zoo und Tierschutz in der Stadt

Der Zoologische Stadtgarten gehört zu den beliebtesten Einrichtungen in unserer Stadt. Ich setze mich für die artgerechte Haltung der Tiere und die Weiterentwicklung zu einem Artenschutzzentrum ein. Das Zookonzept soll in Bezug auf die artgerechte Haltung der Tiere, insbesondere von Menschenaffen, unter Berücksichtigung finanzieller und ethischer Einwände überarbeitet und weiterentwickelt werden.  

Das Tierheim werde ich weiter unterstützen. Um Tierleid zu vermeiden, soll künftig die Hälfte des finanziellen Aufwands der gemeinnützigen Tierschutzorganisationen (wie z.B. die Karlsruher Katzenhilfe) vom kommunalen Tierschutzfonds der Stadt übernommen werden. Der Tierschutzfonds wird dazu bedarfsgerecht erhöht. Zur Unterstützung des Tierschutzes in unserer Stadt wird eine ehrenamtliche Tierschutzbeauftragten-Stelle eingerichtet. Die Aufnahme und Wiederauswilderung von verletzten und verwaisten Wildtieren in unserer Stadt durch den Verein „WiTAS“ werde ich unterstützen.

Sicherheit und Sauberkeit Sicherheit und Sauberkeit in Karlsruhe sind zentrale Anliegen. Sie sind Voraussetzung für eine hohe Lebensqualität in den Stadtteilen und in der Innenstadt. Bei der Verbesserung der Sicherheit sollten Präventions- und Deeskalationsmaßnahmen einen mindestens genauso hohen Stellenwert erhalten wie Ordnungsmaßnahmen. Es darf nicht allein dem stetig steigenden Einsatz der Stadtreinigung überlassen werden, für Sauberkeit zu sorgen. Es bedarf einer Bewusstseinsänderung bei uns allen nach dem Motto: Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Ein angepasstes, zukunftsfähiges Müllkonzept mit verschiedenen Behältern im öffentlichen Raum soll in Zukunft entstehen.