Stadt der Vielfalt

Ich trete ein für ein offenes Karlsruhe, in dem sich alle – unabhängig von Alter, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, religiöser oder weltanschaulicher Überzeugung, körperlicher und psychischer Verfassung, sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität – wohlfühlen und in dem Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit jeglicher Art keinen Platz haben.

Migration

In Karlsruhe sind alle willkommen. Ich möchte dafür eine zentrale Anlaufstelle Migration & Integration schaffen und die Ausländerbehörde zu einer Willkommensbehörde weiterentwickeln. Die kommunalen Ermessensspielräume bei aufenthaltsrechtlichen Fragen zugunsten gut integrierter Geflüchteter werden in vollem Umfang genutzt. Der Karlsruher Integrationsplan wird konsequent umgesetzt. Damit die soziale und berufliche Teilhabe von Zugewanderten, insbesondere Geflüchteten, so früh wie möglich auf den Weg gebracht werden kann, sind sie von Anfang an mit Sprachförder- und Mentor*innenangeboten zu unterstützen. Migrant*innen möchte ich durch niedrigschwellige Beratung dazu motivieren, ihre Kinder von der Sprachförderung in der Kita profitieren zu lassen. 

Als Oberbürgermeister setze ich mich dafür ein, dass die Stadt Karlsruhe als Mitglied im Bündnis der Städte der Sicheren Häfen zusätzliche Geflüchtete aufnimmt. Ich werde entsprechende Anstrengungen verstärken. Rassismus hat in unserer toleranten Stadt selbstverständlich keine Chance.

LGBTTIQ*

Ich möchte weiter entschieden gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität vorgehen. Die Zuständigkeiten für LGBTTIQ*-Fragen sollen dafür bei einer Ansprechperson der Stadt gebündelt werden. Zudem sollen städtische Bedienstete durch Fortbildungen im Bereich LGBTTIQ* sensibilisiert werden. Ich trete dafür ein, dass die Stadt Karlsruhe die „Charta der Vielfalt“ umsetzt, um die Vielfalt der Menschen hier auch in der Verwaltung abzubilden. Gendersensible Sprache betrachte ich als Ausdruck gelebter Vielfalt und setze mich daher für ihre Anwendung in städtischen Dokumenten ein.

Frauen fördern

Es ist wichtig, dass die Perspektive von Frauen in unserer Gesellschaft fest verankert und sichtbar ist. Städtische Beteiligungsverfahrungen sollen unter dieser Zielsetzung weiterentwickelt werden.

Ich werde mich weiter für die gezielte Förderung von Mitarbeiterinnen einsetzen und bei städtischen Gesellschaften mehr Frauen in Führungspositionen bringen. Außerdem möchte ich Stellenbesetzungen im Tandem, besonders bei Führungspositionen, weiterführen und durch gezielte Weiterbildung mehr Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt in der Mitarbeiterschaft erreichen. Es soll überprüft werden, ob sich das Ziel der Gendergerechtigkeit in bestimmten Bereichen des städtischen Haushaltes, zum Beispiel im Kulturbereich, widerspiegelt.

Selbstverständlich toleriere ich Gewalt in keiner Form. Besonders einsetzen werde ich mich für den Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt und häuslicher Gewalt. Die Ausstattung der Frauenhäuser und Beratungsstellen muss verbessert werden. Die sogenannte „Istanbul-Konvention” soll in Karlsruhe vollständig umgesetzt werden.

Inklusion

In Karlsruhe leben über 20.000 Menschen mit Beeinträchtigungen. Ich will die gleichberechtigte Teilhabe dieser Menschen am Leben in unserer Stadt gewährleisten. Daher setze ich mich für eine Beschäftigungsquote von 7 % schwerbehinderter Arbeitnehmer*innen in der Stadtverwaltung ein. Ich unterstütze weiterhin den Beirat für Menschen mit Behinderungen, der seit vielen Jahren ein wichtiges Sprachrohr in der Stadtpolitik ist.


Der öffentliche Raum soll weitestgehend barrierefrei gestaltet werden. In der öffentlichen Kommunikation soll parallel möglichst die Leichte Sprache eingesetzt werden. 

Für Kitas wird ein Inklusionskonzept entwickelt, das zusätzliches Fachpersonal vorsieht. Es werden mehr Mittel für inklusive Freizeit- und Ferienangebote bereitgestellt.

Senior*innen

Ich setze mich für die gesellschaftliche Teilhabe der älteren Generationen ein. Generationenübergreifendes Engagement, zum Beispiel bei der ehrenamtlichen Kinderbetreuung, sind ebenso gefragt wie kostengünstige Bildungsangebote und Treffpunkte für Begegnungen. Das soziale Quartiersmanagement ermöglicht dazu neue Ansätze.