Verantwortung in der Verwaltung

Die Stadt Karlsruhe hat zusammen mit ihren Gesellschaften enorme gesellschaftliche Verantwortung – als Arbeitgeberin für über 12 000 Menschen in und um Karlsruhe herum und als Auftraggeberin für die lokale und überregionale Wirtschaft. Diese Verantwortung möchte ich nutzen, um gute Arbeitsplätze in Karlsruhe und der Region zu sichern.

Verantwortungsbewusste Arbeitgeberin, verantwortungsvolle Vergaben und Ausschreibungen

Die Stadt nimmt als Arbeitgeberin eine Vorbildfunktion ein und wird ihrer sozialen Verantwortung in besonderem Maße gerecht. So soll der Anteil befristeter Arbeitsverhältnisse reduziert werden. Um die Arbeitnehmer*innen bei der Stadt für eine veränderte Arbeitswelt zu rüsten, werden diese gezielt Fortbildungen erhalten. Als Arbeitgeberin wollen wir weiter an der Dualen Ausbildung festhalten und diese stärken.

Ökologische und soziale Kriterien sollen bis 2025 bei allen Vergaben öffentlicher Aufträge angewandt werden. Dafür wird die Zentrale Vergabestelle gestärkt. Die Kriterien werden die Klima- und Umweltrelevanz sowie auch die Tariftreue und Regionalität umfassen.

Finanzen und Investitionen

Mit den öffentlichen Finanzen ist ein verantwortungsvoller Umgang zu pflegen. Der Abbau des Sanierungsstaus hat Vorrang vor neuen Großprojekten. Wenn große Projekte durchgeführt werden, stehe ich dafür ein, die Kosten und den Ablauf transparent für die Bürger*innen darzustellen. Karlsruhe soll Vorreiterin beim Desinvestieren aus fossilen Energieträgern werden. Der Einsatz kommunaler Mittel muss klimagerecht erfolgen. Bei den städtischen Beteiligungen nutzt die Stadt Karlsruhe ihre Einflussmöglichkeiten, um gemeinsam mit Expert*innen ein Investitionskonzept zu entwickeln, das Energiewende und Klimaschutz fördert.

Städtische Gesellschaften

Die Volkswohnung, die Stadtwerke, die VBK und das städtische Klinikum gehören zur öffentlichen Daseinsvorsorge und werden zur Versorgung der Karlsruher Bevölkerung weiter ausgebaut. Auch die Messe mit ihren Veranstaltungen und die nötige Infrastruktur für Sportevents wie das Stadion sind für das Leben in Karlsruhe wichtig.

Nachhaltige Verwaltung

In der Verwaltung werden Prozesse digitalisiert, um Ressourcen zu sparen und gleichzeitig den Bürger*innen mehr Dienstleistungen online zur Verfügung zu stellen. Sowohl der städtische Fuhrpark wie der der städtischen Gesellschaften soll bis 2025 auf emissionsfreie Fahrzeuge umgestellt werden. Zusätzlich wird ein Nachhaltigkeitsbüro eingerichtet, um die anderen Ämter zu unterstützen.

Ehrenamt

Die Formen des Engagements im Ehrenamt sind so vielfältig wie unsere Stadtgesellschaft. Ob in der Freiwilligen Feuerwehr, im Verein oder in einer Organisation: Ehrenamt muss gefördert und unterstützt werden. Mit dem Büro für Mitwirkung und Engagement der Stadtverwaltung Karlsruhe ist eine direkte Anlaufstelle für Ehrenamtliche und Vereine geschaffen worden. Für die Rettungsdienste wird eine neue Zusammenarbeit in den Räumen der ehemaligen Feuerwache vorgesehen.

Überregionale Zusammenarbeit

Karlsruhe arbeitet mit den Kommunen in der Region und in Frankreich zusammen, um interkommunale Gewerbegebiete zu etablieren und den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. In internationalen Projektpartnerschaften werden Erfahrungen und Expertisen geteilt, um in Themen der Stadtentwicklung oder der Wirtschaftsförderung voneinander zu lernen. Karlsruhe übernimmt dabei gesellschaftliche Verantwortung und thematisiert auch Probleme im Bereich der Rechtsstaatlichkeit bei Partnerstädten.